Pferdefreizeit Gallinchen 27. Juli bis3. August 2019

Aufsitzen, Haltung annehmen, fest im Sattel sitzen. Darum ging es unter dem Thema „Hoch zu Ross“ auf der diesjährigen Pferdefreizeit. Am Vormittag bekamen die Mädchen und Jungen diese Dinge ganz praktisch auf dem Pferd beigebracht. Neben den Reitstunden gehörten am Vormittag auch Aufgaben, wie Stallgasse fegen oder ausmisten zu den Aufgaben der Kinder.  Am Nachmittag beschäftigten wir uns ebenfalls mit dem Aufsitzen, Haltung annehmen und fest im Sattel sitzen. Diesmal jedoch nicht auf dem Pferd, sondern im Glauben. Wir dachten in kleinen Gruppen darüber nach, wie man bewusst in den Glauben einsteigen und im Alltag Haltung zeigen kann. Nach der Gruppenphase wurde es kreativ und es entstanden tolle Fotostorys und bunt verzierte Herz-Dosen. Nach dem Abendbrot ging es dann mit einem abwechslungsreichen Abendprogramm, welches von Filmabend über Geländespiel bis hin zu einer gruseligen Nachtwanderung reichte, auf das Ende des Tages zu. Am Mittwoch machten wir auf der Spree einen Schlauchbootausflug. Während wir von der Kutzeburger Mühle nach Cottbus paddelten hatten alle sehr viel Spaß, auch wenn der ein oder andere dabei vor Lachen über Bord ging ; ). Zum Abschluss der Woche wurde von allen gemeinsam der Bunte Abend als „Festival der Einzigartigkeit“ gestaltet. Hier wurden viele interessante Kunst- und Theaterstücke dargeboten, getanzt und die Gemeinschaft vor dem anstehenden Abschied noch einmal genossen.

Charlotte Schmorrde

17. Nacht der offenen Kirchen am 19. Juni 2019

Donata Burckhardt (Gesang) und Daniel Roth (Akkordeon) brachten bei ihren Auftritten zwischen 21.00 und 0.30 Uhr den Saal der Haltestelle zum Brodeln. Bei vielen bekannten Liedern aus diesem und letzten Jahrhundert wurde mitgesummt- oder sogar gesungen. Der Applaus war jedensmal riesig. Die insgesamt 230 Zuhörer und das Duo hatten dabei großen Spaß. Es war ein musikalischer Genuss. Vielen Dank Donata und Daniel.

Eine Reise für den Frieden

Wie jedes Jahr um die Osterzeit trafen sich Familien aus Herrnhut und Cottbus in Tanvald. Dieses Jahr wurde offiziell zelebriert wofür diese Rüste steht. Das Motto lautete: Shalom. Wikipedia verrät mir, dass der Begriff für Unversehrtheit und Heil steht. Er meine nicht nur Befreiung von jedem Unheil und Unglück sondern stünde auch für Gesundheit, Wohlfahrt, Sicherheit, Frieden und Ruhe. Das mag jetzt etwas platt klingen, wenn ich schreibe, dass wir in diesem Jahr mehr Kinder als Erwachsene waren. Jeder, der die alte Schule kennt, in der wir übernachtet haben und die Andachten hielten, weiß, dass es ein sehr hellhöriges Haus ist. Lasst mich lügen, wenn ich sage man hat diesen Unterschied der Anzahl an Kindern nicht wahrgenommen. Es war erstaunlich ruhig und enorm friedlich untereinander. Lag das daran, dass der kleine Vogel Pieps, das Lämmchen und der Löwe täglich vom Frieden erzählten? Waren es die lieblichen Klänge des allmorgendlichen Weckrufes aus sonniger Kehle. War es das heitere Wetter? War es die vorbildliche Jugend? Oder, vielleicht haben die reifen Erwachsenen etwas damit zu tun? Lag es an den deftigen Mahlzeiten oder den spannenden Ausflügen? Alles in allem trieb der innere Frieden seinen Zauber mit uns und wir ließen uns treiben von seinem Wirken.

 

Die Ankunft. Wer ist schon da? Sieht noch alles so aus wie beim letzten mal? Was hat sich verändert? Alles wirkte sehr vertraut. Der einladende Ausblick auf die Berge am ersten Tag beeindruckte mich persönlich am meisten. Das gab es zwar alles schon in den Jahren davor, aber irgendwie fiel es mir in diesem Jahr besonders ins Gesicht. Der azurblaue Himmel, die Berge mit den schneebedeckten Gipfeln und die schneeweißen Wolken warfen wandernde Schatten auf die Hänge. Die dunkelgrün leuchtenden Wälder und die saftig grünen Weiden schimmerten unter dem Sonnenlicht wie leicht fluoresziert. Es roch mild nach frischer Kohle vermischt mit süßlichem Blütenduft. Ich stand am Fenster unseres Zimmers und war beeindruckt von diesem Ausblick. Die Betten waren schnell gemacht, denn ich hatte sechs helfende Hände zur Seite. Noch kurz zuvor zu Hause in Cottbus gab es Anlässe zu Zank und Streit. Das war, oh Wunder, plötzlich beigelegt. Komisch. Mehr und mehr überkam mich das Gefühl, dass hatte wohl mit mir selbst und meiner inneren Gelöstheit zu tun. Die Kinder waren recht schnell orientiert und trafen sich zum größten Teil im Tischtennisraum. Manch sportlich aktiver Erwachsene war recht schnell zur Stelle und stieg ins wilde Spiel mit ein. Ganz friedlich. Reibungslos liefen auch wieder Abendbrot zubereiten, Tische vorbereiten und das gemeinsame Schlemmen. Die Andacht zur guten Nacht mit Organisatorischem und einer lehrreichen Friedensgeschichte zweier benachbarter Hasen, die des gemeinsamen Feindes wegen, die Freundschaft fanden. Erstaunlicherweise waren meine Kinder am ersten Tag noch nicht ganz „da“, d. h. im alten „Trott“, um länger auf zu bleiben und schliefen bei Zeiten ein. Fein für Papa. Der konnte schnell zu all den anderen großen „Käfern“ spielen gehen.

 

Liebliche Gitarrenklänge und frohe Stimmen leiteten den Morgen ein. Die Andacht hatte den Charme eines Museumbesuches. Kindgerecht tauchten wir ein in die Welt der Bilder und ließen uns von Piepsi erläutern, wie der Frieden den christlichen Glauben prägt. Manch einem wurde vielleicht klar, dass Lämmchen, Kücken und Löwe in der realen Welt nicht so friedlich miteinander leben würden. Aber mit Glauben ist alles möglich. So stimmten wir hoffnungsvoll in ein melodisches „Shalom“ ein. Noch am selben Tag wanderten wir zum Turm, um uns mit tschechischer Küche verwöhnen zu lassen. Der Aufstieg zog sich hin. Im Schlepptau der kleinen Krümel, ein alter schlapper Papa mit Selbstoptimierung in Form des Liedes: „Ein Hut, ein Stock, ein alter Mann, vor, zurück, zur Seite, ran.“ Zur Überraschung aller, trotz warmen Sonnenscheins, lag da oben noch ein Haufen Schnee, und da lag einer, und da… und dann nur noch ein Häufchen. Die Gaststätte selbst war im vorherigen Jahr geschlossen und dafür in diesem, um so schöner. Und wir haben soviel Energie mitgebracht. Das Haus vibrierte vor Gesprächigkeit bis zum, ohne Scherz, Stromausfall.

Der Abstieg war weniger beschwerlich. Ich hatte das Gefühl, die Knoblauchsuppe brachte mich zum Schweben und ersehnte schon eine Ruhepause horizontal zur Bettkante.

 

Eine Friedenswanderung am nächsten Tag führte uns auf die Burg Friedstein. In mühevoller Vorbereitung perfekt arrangiert und organisiert. Zunächst gingen wir vom Parkplatz aus circa 30 min bergab ins Dorf um eine Pizzeria aufzusuchen. Dort aßen die Erwachsenen gemütlich, während die Kinder, schon fertig gegessen, ausgelassen auf dem Groß-Spielplatz spielten, der alles bot, was Kind braucht: Klettern, Rutschen, Sich-Hochziehen, Buddeln, Stöcke, Steine, Stangen und Wippen. Steil bergauf trafen wir oberhalb des Kamms auf unseren tschechischen Reisebegleiter, der uns zielsicher nach Friedstein brachte.

Tauf- und Konfirmationsgottesdienst am 12.05.2019

Viele Freunde, Mitglieder der Haltestellengemeinschaft, Verwandte und Familie von Nele Möller und Theresa Schuster sind am Muttertag in die Haltestelle gekommen. Dort wurden nicht der Muttertag, obwohl explizit an die Mütter im Raum gedacht wurde, gefeiert, sondern die Taufe von Nele und die Konfirmation von Theresa.

In einem Gottesdienst in Herrnhuter Form haben die beiden vor allen Anwesenden ihren „Vertrag“ mit Gott offiziell auf Lebenszeit und darüber hinaus geschlossen oder verlängert.  Gemeinsam mit allen Gästen wurde in dem Gottesdienst viel gesungen und über den Glauben und dessen Bedeutung in unserem Leben nachgedacht. Im Anschluss daran wurde gemeinsam das Abendmahl gefeiert. Damit der gemeinsame Weg im Glauben nach der Taufe und Konfirmation nicht „abreißt“, wurden die beiden und alle Jugendlichen ab Herbst zu einer offenen Jugendarbeit, mit einem ersten Höhepunkt in Form einer Fahrt nach Taizé, in die Haltestelle eingeladen.

Danach gab es bei Kaffee und Kuchen einen regen Austausch der Gäste untereinander und es konnte Nele und Theresa zu Ihrer Entscheidung gratuliert werden.

Im Garten der Haltestelle wurden bei Sonnenschein Erinnerungsfotos an die Taufe und Konfirmation gemacht.

Fahrradtour Cottbus-Herrnhut vom 3.-5. Mai 2019

Fahrradtour Cottbus-Herrnhut vom 3.-5. Mai 2019

Lichtdurchflutete Wälder, die Sonne spiegelnde Seeoberflächen, das Kitzeln der Sonnenstrahlen auf der Haut und der frische Fahrtwind, der einem das Gefühl der Freiheit auf seine sanfte Weise ganz nahe bringt.

Ups, falscher Fahrradtourbericht.

Regen, Regen, Regen kurze Verschnaufspause und Regen. Doch der bekannte Umstand eines nassen Fahrradvergnügens konnte die hartgesottenen Zweiradkämpfer nicht davon abhalten sich bis nach Cottbus durchzutreten. Bei bald der Hälfte der Strecke war ein kleines feines Cafe Nähe des Bärwalder See’s die trockene Oase in diesem durchnässten Abenteuer. Jacken wurden gewechselt, T-Shirts ausgetauscht und Socken mit einem Föhn getrocknet. Ganz trocken sollte es aber nicht bleiben, immerhin war der Glühwein als Flüssigkeit neben Kaffee und Soljanka akzeptiert. In diesem Cafe stiegen auch Einige aus und Andere ein. Ca. 70km standen noch auf dem Plan. Und trotz einer grauen Wolkendecke, trotz einiger Stürze, trotz einstelliger Gradzahlen kamen alle schlussendlich gesund an. Das Grillgut war nur noch Beilage zu diesem besonderen Tag. Hut ab dem Herrn sei Dank.

Benjamin Thiele (Herrnhut/Berthelsdorf)

Winterwochenenende vom 25.-27. Januar 2019 in Herrnhut

Auf Wiedersehen, Herrnhut!

Kein Déjà-vu- und kein Jamais-vu-Erlebnis, sondern irgendwo dazwischen. Was für den Einen eine Treuereise war, war für den An­deren ein „erstes Mal“ und wieder für den Nächsten eine Rückkehr in die Heimat. Oder eben die Empfindungen irgendwo zwi­schen diesen „Tönen“.

Zusammenfassend: Cottbus besucht Herrn­hut mit Besichtigung der Sternenfabrik-Schauwerkstatt, Wanderung durch die Land­schaft um Horní und Dolní Světla mit will­der Rodelfahrt, Völlerei im Windows, Berg­besteigung am Nonnenberg und Nachtwan­derung.

Am Abend Spiel mit den Werwölfen vom Düsterwald. Am nächsten Morgen das ab­schließende Gastieren beim musikalischen Sonntags-Gottesdienst in Moses Schuhen vorm „brennenden Dornbusch“, Besuch der Ziegen, Rodeln, Verabschiedung, Ausklang, Rodeln und sichere Heimfahrt. Und es war doch so viel mehr, aber es fühlt sich nun so kurzweilig an.

Am Freitag kamen wir an und waren uns si­cher, dass wir für alles, was uns erwarten könnte, gut vorbereitet sind. Winterreifen, Schneeketten, wärmende Kleidung, wasser­dichte Schuhe, Thermoskanne, All-Wetter-Crémes, genügend Geld und diverse Süßig­keiten gegen den großen und kleinen Kum­mer. Schon von weitem erleuchtet Herrnhut das Firmament. Ortseingang - und schon ist da das Herrnhuter-Sterne-Stammhaus, hell leuchtend. Der Neubau der Schule, die Kir­che und dann ab, links rein in die Come­niusstraße. Wo ist er, dieser eine große Herrnhuter Stern, der uns die Einfahrt zum Haus KOMENSKÝ verrät? Und da war es wieder, dieses vertraute (oder bei manchem ganz neue) Gefühl. Und erst jetzt begriff ich selbst die Vorfreude bei den Kindern, die schon Tage zuvor im Kindergarten schwärmten: „Wir fahren bei Herrnhut!“ Sie meinten nicht Herrn Hut.

Jetzt ist das Gefühl da, das bei den Kindern längst vor Tagen aufgeflackert war, wie vor Weihnachten. Die Eltern waren nur in Ge­danken bei den Vorbereitungen. Und wäh­rend der Bescherung, beim Auspacken der Geschenke, in diesem einen Moment, um den sich alles dreht, da kommt es, das ver­traute Gefühl des Miteinanders. Alle sind Eins. Und alles ist so, als wäre es nie anders gewesen.

„Miteinander essen …“ leitet unsere ge­meinsame Zeit in Herrnhut ein. Die Abend-Andacht und das etwas ersehnte „ … und die großen Käfer bleiben noch ein halbes Stündchen auf“ runden den Anreisetag me­lodisch ab.

Nach unserem ausgedehnten allabendlichen Zu-Bett-Geh-und-Einschlaf-Ritual im Zimmer folgten im Gemeinschaftsraum lustiges Beisammensein, Kartenstudium, Witzerunde und Rätselraten, um dann doch vor Müdigkeit komfortabel gebettet in traumlose Stunden Tiefschlaf zu versinken.

Ein verschneiter Morgen begrüßt den erwa­chenden Geist und zwischen Halbschlaf und Wach konnten wir unser Glück noch nicht fassen. Waren wir doch genau deswegen ge­kommen. Nach der kurzen Spazierfahrt durch das winterliche Herrnhut erreichten wir die Manufaktur der Herrnhuter Sterne. Nur fünf Minuten Wartezeit reichten, dass die komplette Gemeinschaft in eine wilde Schneeballschlacht verwickelt war. Manch Unfreiwillige/r musste doch schmunzeln, konnte sich dem inneren Kinde nicht ver­wehren und formte selbst eine kleine weiße Schneekugel, um sie gezielt auf den „An­greifer“ krachen zu lassen. Dann gingen wir hinein, staunten über die Schönheit der Far­ben, machten uns mit der Geschichte Herrn­huts und der Sternfabrik vertraut. Diese reicht sogar bis in das Jahr 1722 zurück. Der Stern diente erst einer Veranschauli­chung im Mathematikunterricht und wurde später in seiner Vielfalt zum Ritual zur Ad­ventszeit in vielen Wohnzimmern. Er leuch­tet uns in der Weihnachtszeit, wie der Stern von Bethlehem. Während wir den Sterne­macherinnen über die Schulter schauten und über die handwerklichen Fähigkeiten staun­ten, vergnügten sich die Kinder auf dem In­door-Spielplatz. Im Anschluss konnten wir doch nicht widerstehen und nutzten die Ge­legenheit zum Kauf einer neuen Kreation.

Dann ging es mit Abenteuerlust nach Dolní Světlá und Horní Světlá (Niederlichtenwal­de und Oberlichtenwalde). Der Schnee ver­vielfachte sich um ein sichtbares Maß. Die Tour nach oben, natürlich mit den winterfes­ten Autos, wurde dieses Jahr nur leicht durch Rutscherlebnisse unterbrochen. Auf dem Parkplatz angekommen, bot sich ein herrlicher Blick.

In beiden Dörfern haben sich viele Umgebindehäuser erhalten, die heute größtenteils als Wochenendhäuser dienen. Westlich von Horní Světlá im Walde nahe dem Gipfel des Berges Koprivnice (Nesselberg) ging unsere Rodelwanderung los. Am Südosthang des Luz (Lausche) un­terhalb von Myslivny (Jägerdörfel) befindet sich eine Skipiste mit Lift, an der wir unsere erste Rastpause hielten. Unser Ziel war die Baude der Vorjahre, die nun aus der Pacht des alten Gebäudes in Hauseigentum unweit der alten Adresse umgezogen ist. Trotz neu­er Firmierung („Windows“) und neuem Lo­go (ein Bullterrier) behielt es dennoch den gewohnten Charme mit gutem Essen und Getränken. Ein paar Happen und Bestzeiten der Wintersportspiele im TV (immerhin Gold und Silber der Männer im Zweier-Bob) später bereiteten wir den Aufbruch vor. Gestärkt und „schwerfällig“ bezwangen wir die letzten zwei Drittel unserer Wande­rung. Und die hatten es in sich. Aufstieg, Aufstieg und mit jedem Schritt wuchs der Mut: Da geht noch was. Motivierend waren das Ziel, die Umgebung, die Gemeinschaft und die Zuversicht, bald im warmen Auto bergab nach Herrnhut zurückzukehren.

Bei unserer Rückkunft zum Parkplatz wurden wir nicht nur von der Dunkelheit überrascht, sondern auch von den herrlich beleuchteten Umgebindehäusern. Orange leuchtender Zuckerguss auf den Dächern und Bäumen wärmte die kühle Atmosphäre. Schon dafür hat sich das lange Wandern gelohnt.

Am Abend schliefen die Kinder schnell und tief, während die Großen sich den Kopf zer­brachen, wer von den „guten“ Bürgern den dunklen Weg des Werwolf-Daseins gegan­gen war. Lug und Trug glücklicherweise nur im Spiel. Und manch einem schauderte noch später vor so viel Raffinesse, rückte es doch das Bild von lieben Menschen in eine Schieflage. Wie kann ich nur so intrigant sein … Glaubt mir, ich habe mich selbst nicht wiedererkannt.

Am nächsten Morgen lauschten wir im schlichten Kirchsaal der Brüdergemeine der Geschichte Moses. Der Kirchsaal ist der Ge­meinschaftsort der Brüder und Schwestern und ist schlicht in Weiß, der Farbe der Rein­heit, gehalten. Überflüssige, prunkvolle Ver­zierungen gibt es nicht, da diese vom We­sentlichen, der Gemeinschaft, ablenken. Wir begrüßten die Gemeinde mit einem „sehr“ spontan einstudierten Kanon und bedankten uns bei den Brüdern und Schwestern für die Unterstützung der Haltestelle in Cottbus mit der Kollekte dieses Tages. Die Predigt pass­te, wie es der Zufall wollte, nahezu perfekt zu unserer Wanderung. Manchmal hilft es, einfach nur loszulaufen, um ein Wunder zu erleben.

Wir möchten uns für den Besuch in Herrn­hut und eure Treue bedanken und wünschen euch und euren Familien eine schöne Zeit. Bis zum nächsten Mal! Vielleicht sehen wir ja den Einen oder Anderen bald in Tanvald wieder.

Mit herzlichen Grüßen

Karsten Pätz
für die Haltestelle Cottbus

 

 

 

Sommerfest

Es war ein herrlicher Sommertag, an dem wir unser Jubiläum feiern durften. Auf die­sem Wege möchte ich im Namen des Lei­tungs­kreises allen DANKE sagen, die zum Ge­lingen des Festes beigetragen haben. Vie­le haben mitgeholfen, was wirklich sehr schön war. Schwester Tiede, einer der Gäste aus der Nieskyer Brüdergemeine, hat fol­gen­de Eindrücke für den Gemeindebrief ih­rer Gemeinde zusammengefasst, den ich hier gern mit Dank übernehme.

Ingo Gutsche

Die Haltestelle in Cottbus wurde 15 …

… daher feierte man am 9. September ein fröh­liches Fest.

Bei sonnigem Sommerwetter freuten sich klei­ne und große Leute an Spielen, die Ein­satz verlangten, am Tanzen, das locker und flott über den Rasen ging. Das tapfere Schnei­derlein aber zog einfach alle in sei­nen Bann. So viel Spaß und Abwechslung! Nicht zu vergessen köstliche Kuchen zur Kaf­feezeit und Abendessen für Vegetarier und Nichtvegetarier.

Das alles konnte man am 9.September in der Haltestelle in Cottbus erleben.

Am Anfang aber standen die Andacht und ein Rückblick auf die Entwicklung einer Ge­meinschaft, die in ihren Zu­sam­men­künf­ten singt und betet, deren vielfältige Frei­zeit­angebote auch Verbundenheit schaffen. Hier ist ein neuer Zweig unserer Brü­der­ge­mei­ne gewachsen.

Das Cottbuser Motto

HALT geben - HALT sagen -
 HALT suchen

wird in mancherlei Weise umgesetzt. Dabei hat die Haltestelle ein Alleinstellungsmerk­mal, das dem Besucher sofort auffällt: Viele Kin­der und ihre jungen Eltern. Aber auch die ältere Generation ist vertreten. Beim Fest kamen dann alle mit den angereisten Gä­sten aus Herrnhut und Niesky, aus Forst und Dresden zusammen - es war ein fröh­li­ches Miteinander.

Ingo Gutsche und alle Helfer und Hel­fe­rin­nen arbeiten mit Lust und großem En­ga­ge­ment und mit Erfolg für die Weiter­ent­wick­lung der Haltestelle.

Wir wünschen weiterhin Kraft und Ideen.

M. Tiede (Niesky

 

Pferdefreizeit 8.-14 Juli

„Der geheimnisvolle Garten“, dies war das Thema der Pferdefreizeit 2018. Die Tage in Gallinchen begannen für die Mädchen nach dem Frühstück für mit ausmisten und einer Stunde Reitunterricht. Das Highlight des Reitunterrichtes war am Freitagvormittag ein Ausritt außerhalb des Geländes der Kutzeburger Mühle. Nach dem täglichen Reiten sahen wir uns jeden Nachmittag eine andere Bibelgeschichte in Gruppenarbeiten genauer an. Passend zum Thema spielte in jeder dieser Geschichten ein Baum eine wichtige Rolle. Oft wurde nach der Arbeitsphase in den Gruppen etwas Kreatives gebastelt. So entstanden tolle Baum-Windlichter und Ölmalereien. Auch kurze Rollenspiele dachten die Mädchen sich aus und führten diese einander vor. Nach dem Abendbrot ging es dann mit einem abwechslungsreichen Abendprogramm, welches von Filmabend über Beauty-Abend bis hin zu Geländespiel und Nachtwanderung reichte, auf das Ende des Tages zu. Am Donnerstag machten wir, trotz schlechtem Wetter, eine Wanderung zum Branitzer Park. Dort aßen wir selbstgebackenen Kuchen und wurden durch das Schloss des Fürst Pücklers geführt. Der Abschluss der Rüstzeit wurde mit einer Gartenparty am Freitagabend festlich begangen. Dabei gab es, neben leckeren Grillwürstchen, auch unterhaltsame Beiträge der Teilnehmer und eine kleine Disco. Neben den vielfältigen Aktivitäten wurde die Woche besonders durch das wunderbare Miteinander der Mädchen zu einer schönen und fröhlichen Zeit.

 

Charlotte Schmorrde

Gemeinsame Fahrradtour nach Herrnhut am 26. Mai 2018

Schwitzen und sitzen. Was nach einem Büroalltag im Sommer klingt war eine ca. 120km lange Tour de Saxe. Von Cottbus nach Herrnhut  - OT Schwan um ganz genau zu sein - radelten  14 wackere Pedalkrieger/innen durch Wald, Wiesen und sogar durch einen Bach um am Ende mit Grillwurst und Semmeln belohnt zu werden. Schon nach ca. 4 (1/2) Stunden war die Hälfte bereits geschafft. Bei ca. ¾ der Strecke gesellte sich neben einer weiteren mutigen Fahrradfahrerin auch noch Hügellandschaft zu unserer Radtour. Das erklärt wahrscheinlich warum die zweite Hälfte insgesamt ca. 6 Stunden gedauert hat. Am Ende kamen wir aber alle in Herrnhut – OT Schwan an, müde, verschwitzt und hier und da mit Sonnenbrand, aber wohlauf, dem Herrn sei Dank. Am Sonntag nahmen die Cottbuser am Eröffnungsgottesdienst zur Synode der Europäisch-Festländischen Brüder-Unität teil.